Familienbaugeld – der große Wurf?

Dass Wohnraum in den Städten knapp ist und immer teurer wird, weiß jeder, der für sich und seine Familie eine neue Wohnung oder ein Eigenheim sucht. Der Markt ist teilweise leer gefegt und/oder verlangt Preise, die vor allem für junge Familien nicht mehr erschwinglich sind. Das ist inzwischen auch der Politik aufgefallen, die nun mit einem Eigenkapitalzuschuss von bis zu 20.000 Euro den Eigenheimkauf für junge Familien unterstützen will.

haus-mit-terrrasseEin lobenswertes Ziel! Die Preise für ein Eigenheim liegen in weiten Bereichen Deutschlands bei 250.000 bis deutlich über 400.000 Euro. Nach oben gibt es fast keine Grenzen.

Wir wollen hier, ausgehend von einem beispielhaften Kaufpreis von 300.000 Euro, die wichtigsten Nebenkosten eines Haus- oder Wohnungskaufes betrachten.

Aus dem Kaufpreis errechnen sich Notar-, Gerichts- und Grundbuchkosten von ca. 2 % (= 6.000 Euro). Dazu kommt dann die unvermeidliche Grunderwerbssteuer von bis zu 6,5 % (19.500 Euro).  Insgesamt fallen so Steuern und Gebühren von knapp 10 % an, andere Erwerbsnebenkosten wie z.B. Makler, Gutachter etc. noch nicht mit berechnet.

Das Familienbaugeld von bis zu 20.000 Euro gleicht demzufolge in vielen Teilen nur die Grunderwerbssteuer aus. Eine echte Unterstützung für die Schaffung von eigengenutztem Wohnraum sieht anders aus.

Dabei geht es Bundesbauministerin Barbara Hendricks  nach eigenen Angaben (Zitat aus der Pirmasenser Zeitung vom 01.12.2016) „darum, mit dem Zuschuss zum Eigenkapital Familien den Zugang zu Krediten zu erleichtern. Natürlich würden die Banken weiter die Kreditwürdigkeit prüfen“, sagte sie. „Das wird sich nicht ändern. Aber Familien, die einen Kredit für ein Eigenheim bekämen, könnten ihn in der Regel auch bedienen, da sie zuvor ja Miete gezahlt hätten.“  Es ist kein Kunde bekannt, der mit diesem Argument eine Finanzierung bekommen hätte.

Natürlich prüfen die Banken, wie schon immer, weiterhin die Kreditwürdigkeit. Allerdings wird der Zielgruppe des Familienbaugeldes mit der seit Anfang des Jahres geltenden  Wohnimmobilienkreditrichtlinie durch die Gängelung und der Verhinderung kreativer Lösungen der Zugang zur Finanzierung deutlich erschwert bis unmöglich gemacht.

Verschiedene Institutionen, die diese Gesetze unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes mit initiiert und mit auf den Weg gebracht haben, können bis jetzt jedoch erstaunlicherweise keine Schwierigkeiten bei der Finanzierungsbeschaffung feststellen.

Aus dem Spiegel stammt folgender, hier durchaus ebenfalls zutreffende Satz: „Wohlmeinende Eliten übernehmen die Macht und sagen dem Bürger, was gut für ihn ist.“ Wer auch immer sich hier als wohlmeinende Elite sieht!

Unter dem Mantel des Verbraucherschutzes werden die Möglichkeiten des Bürgers und, in diesem Fall, seiner Möglichkeiten, die sich auch aus einer intelligenten Gestaltung ergeben, eingeschränkt und verhindert. Eine solide Beratung hingegen wird damit weiterhin nicht erzwungen oder gewährleistet.

Basel IV – „Wichtiger als Brexit“

Banker feilschen um neue Regeln

Finanzaufseher aus aller Welt kommen in Chile zusammen, um das neue „Basel-IV“-Regelwerk festzuzurren. Sie sollen entscheiden, wie viel Eigenkapital die Banken künftig vorhalten müssen. Nicht nur die Deutsche Bank zittert vor den Ansagen aus den USA. zum Artikel

Quelle: www.n-tv.de

Amazon – Kunden überweisen ins Nichts

  • Betrüger fordern ihre Kunden auf, die Bezahlung nicht wie üblich über das Amazon-Konto abzuwickeln, sondern den Kaufpreis per Vorkasse direkt an den Händler zu überweisen.
  • Wenn der Kunde das tut, schnappt die Falle zu. Dann storniert der Fake-Verkäufer die Bestellung bei Amazon und das Geld ist weg.                                                                                                               zum Artikel                                                                                                                                          Quelle: www.sueddeutsche.de

Versicherer müssen immer mehr für geklaute Autoteile zahlen

Die Teil- und Vollkaskoversicherer haben aktuellen GDV-Zahlen zufolge 2015 für rund 116.000 entwendete Autoteile 227 Millionen Euro an Versicherungsleistungen aufgewendet. Die Schadenzahl hat sich in den vergangenen fünf Jahren um rund ein Viertel verringert, während die Zahlungen um etwa 40 Prozent zugenommen haben. Der Durchschnittsschaden hat sich dadurch auf fast 2.000 Euro verdoppelt. zum Artikel

Quelle: www.versicherungsjournal.de

Bankbürokratie, geht’s noch schlimmer?

Wir hatten mal gesagt, schlimmer geht’s nimmer, aber weit gefehlt. Ein einfaches Beispiel zum Wohnungskauf: die Bank will einen Nachweis haben, dass der Restkaufpreis aus Eigenkapital bezahlt ist. Von der Sache her eine legitime Anfrage, um sicher zu gehen, dass die Komplettabwicklung auch zeitnah durchgeführt werden kann.

Der Kunde ist durchaus willig und schickt eine Kontoübersicht, aus er der Empfänger, nämlich der Verkäufer, namentlich hervorgeht und natürlich auch der Überweisungsbetrag erkennbar ist.

Aber: Nun muss zusätzlich auch noch ein Beleg beigebracht werden, aus dem die IBAN des Verkäufers ersichtlich ist!

Warum? Weiß keiner!

Glück, wenn der Verkäufer seine Kontoverbindung in der Zwischenzeit nicht verändert hat! Was aber wenn doch? Der unbedarfte Kreditsachbearbeiter/in wird sicherlich Lug und Betrug wittern! Die Auszahlung des Darlehens verweigern! Kriminelle Machenschaften vermuten. Ab hier braucht man Nerven.

Das Klagelied der deutschen Banken: Wir verdienen zu wenig Geld! Bei solch deplatzierter Bürokratie, den daraus resultierenden Arbeitskosten und Zinsverlusten hält sich mein Mitleid sehr in Grenzen.

Für alle anderen: Es geht immer noch schlimmer, wir werden darüber berichten!